Rassegna Stampa

25 Agosto 2014

Revolution in Ton, Gaggenau

Elisabetta Foradori revolutioniert vielleicht gerade den Weinbau – mit einem Salto rückwärts in die Zeit der alten Römer. Foradori ist die große Expertin des Teroldego-Anbaus, ihre Kreationen genießen Weltruhm.

Die Rotaliana-Ebene in einem Dolomitental wird von steilen Felswänden umstellt, die Windschutz und Isolierschicht zugleich sind. Sie halten die Wärme im Tal und machen die Ebene fruchtbar.

Elisabetta Foradori macht alles ein bisschen anders als ihre Konkurrenten. „Ich möchte ein tiefes Verständnis für die Natur entwickeln und ihr offen gegenüberstehen“, sagt sie. Foradori kombiniert Biolandwirtschaft mit Anthroposophie.

Sie achtet auf die Mondphase und besprüht die Reben mit einem natürlichen Kräutersud. „Wenn man den Wein trinkt“, sagt sie, „spürt man die Energie des lebenden Bodens. Da ist Bewegung drin.“

In ihren Weinbergen blühen zwischen den Reben Blumen und andere Pflanzen, Mohn, Gerste,  änseblümchen. Das Gras auf den Wegen wird nicht gemäht, sodass es zur Verbesserung der Bodenqualität beiträgt. Ein paar Obstbäume wachsen in der Nähe der Rebstöcke. „Wildtiere finden hier gute Lebensbedingungen“, erzählt sie. „Im hohen Gras leben Fasane, Füchse und Kaninchen.“

Foradori wollte die Stärken der Teroldego-Rebe herausarbeiten, entschied sich deshalb für den einausbau in Barriquefässern. In denen reifte mit dem Granato eine Cuvée heran, der heute in New York für 60 Dollar die Flasche verkauft wird. Jetzt arbeitet Foradori an der nächsten Revolution: Sie baut Wein in Amphoren aus Ton aus, wie es schon die alten Römer machten.

„Ton ist ein Bindeglied zwischen der Erde und der kosmischen Energie. Bei meinem ersten Test habe ich eine Welt voller Energie entdeckt. Die Gärung in diesen Tongefäßen ist wie eine Explosion, die den Wein zum Leben erweckt. Das Endergebnis sind unverkennbare, einzigartige Weine mit einem klaren, genau definierten Aroma.“

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Video und Text © Jonas Spriestersbach für Hoffmann und Campe Corporate Publishing
 

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