Rassegna Stampa

16 Settembre 2010

Smart Wines Newsletter - Die Entdeckung der Langsamkeit

Elisabetta Foradori geht zurück zu den Wurzeln der natürlichen Weinbereitung – in Amphoren

„Es ist die natürliMorei, Sgarzon & Fontanasanta 2010 – lagenrein, biodynamisch und in Amphoren bereitet Newsletter SmartWines
ausgabe 14 - köln - november 2011chste Art, Wein zu bereiten. Man setzt den im Weingarten eingeschlagenen Weg des Arbeitens mit der Natur konsequent im Keller fort”, sagt Elisabetta Foradori zu ihrem Projekt, Wein in Amphoren zu produzieren.
Die Winzerin aus dem Trentino arbeitet bereits seit Jahren biodynamisch und geht jetzt einen Schritt weiter – oder technologisch gesehen zurück, datiert doch die Weinproduktion in Amphoren bereits aus der Antike. Sie sieht großes Potenzial in dieser natürlichen, langsamen und schonenden Methode. Foradori: „Der Wein wird nicht gemacht. Man lässt ihn vielmehr entstehen.”
Sie hat 20 handgefertigte 400 Liter-Amphoren aus unglasiertem Ton mit jeweils 350 kg Trauben gefüllt, die entrappt und nur leicht gequetscht wurden – sechs Amphoren mit Teroldego, die anderen mit den lokalen Weißweinsorten Nosiola.

Während der harmonisch verlaufenden Gärung – mit Naturhefen – werden die Amphoren mit Tüchern abgedeckt, der Maischekuchen täglich in Handarbeit untergetaucht.
Nach der Gärung verschließt Elisabetta die Amphoren mit dichten Deckeln. Die Traubenschalen bleiben drin, sie schützen den Wein – ohne Schwefel – vor Oxidation, er bleibt stabil. „Das Ganze funktioniert nur mit lebendigen Trauben aus dem biodynamisch bearbeiteten Weingarten”, ist Elisabetta überzeugt.
Ton bewahrt die Aromen des Weines, gibt selbst aber keinen Geschmack .
Der Wein bleibt mindestens zehn bis zwölf Monate in den Amphoren – er soll sich langsam entwickeln können – sodass frühestens Ende 2010 mit den fertigen Weinen zu rechnen ist.
Bei dieser Weinbereitung sind Instinkte und Gefühle besonders wichtig. Außerdem brauchen die Amphoren viel Betreuung. Elisabetta: „Man muss mitfühlen, mitdenken, den Wein verstehen, auch aus dem Bauch heraus arbeiten.”
„Das ist kein oberflächlicher, schneller, vordergründiger Wein, sondern einer, der in die Tiefe geht. Er ist introvertiert, braucht Zeit, sich zu öffnen, bietet aber vielschichtige Aromen, ist im Mund sehr fein, mineralisch und lebendig”, so die Winzerin.

 

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